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13.04.2017  |  Text: Bettina Höbenreich  |   Fotos: Helmut Koch
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Auf den Spuren der Erde – Reisebericht Neuseeland


Neuseeland ist ein Traum an unberührten Landschaften und leuchtend grünen Hügeln. Auch für Motorradfahrer bietet der Inselstaat im Südpazifik ein wahres Paradies aus kurvigen Landstraßen und einsamen Offroad Pisten.


Gut zwei Wochen ist es jetzt schon her, dass unsere Motorräder im Hafen von Brisbane auf ein Frachtschiff geladen wurden. Die Feiertage zum Jahreswechsel, sie haben die mittlerweile vierte Verschiffung unserer Motorräder deutlich mehr in die Länge gezogen als gedacht. Kurz nach Neujahr ist es endlich so weit: Das Schiff, das gefühlt auch eine Million Autos von Brisbane ins neuseeländische Auckland schippert, hat endlich angelegt.

Auch die Neuseeländer nehmen ihre Quarantänevorschriften sehr ernst. Unsere Motorräder durchlaufen eine ausgiebige Prüfung, bevor wir sie in Empfang nehmen dürfen. Doch die »Kiwis« haben offenbar ein Herz für Motorradfahrer: Während sie unsere Bikes inspizieren, laden uns die netten Beamten spontan auf ein kühles Bier in ihrem Aufenthaltsraum ein. Na, das fängt doch schon mal gut an!
 
Der kaum befahrene »Forgotten World Highway« führt uns 
durch eine vergessene Welt aus längst vergangener Zeit

Neuseeland ist für sein wechselhaftes, oft regnerisches und windig-raues Klima bekannt. Auch wir werden in den fast vier Monaten, in denen wir die Nord- und Südinsel des Landes mit unseren Motorrädern erkunden wollen, nicht davon verschont bleiben. Doch erst mal begrüßt uns die Nordinsel mit herrlichem Sommerwetter und einer der wohl schönsten Motorradstrecken des Landes: Der kaum befahrene »Forgotten World Highway« führt uns auf 155 Kilometern und endlosen Kurven über unzählige Gebirgssättel und windet sich dabei durch atemberaubende, unberührte Natur. Ein schmales, nicht asphaltiertes Teilstück führt uns durch eine enge Schlucht aus immergrünen Farnen, Moosen und Palmen, fast fühlen wir uns in die Urzeit zurückversetzt. Einige Kilometer weiter dann passieren wir den Moki-Tunnel. Diese 1936 erbaute, einspurige Röhre ist 180 Meter lang, dank fehlender Beleuchtung stockfinster und verdammt schmal und niedrig. Nicht umsonst prangt oberhalb des Tunneleingangs die Inschrift »Hobbits Hole«. Später folgen wir einer einsamen Küstenstraße entlang der Palliser Bay in Richtung Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel.

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Aktuell am Kiosk: RIDE ON 3/17

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Ausgabe 4/17 erscheint am 16. Juni

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Stand:26 May 2017 22:47:25/reisebericht/auf+den+spuren+der+erde+-+reisebericht+neuseeland_173.html