Reisebericht Wales – Destination Yamaha

13.10.2017  |  Text: Heide Heim  |   Fotos: Yamaha
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Reisebericht Wales – Destination Yamaha
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Asphalt, Schotter und Matsch unterm Reifen bringen die gewünschte Abwechslung, die in Mittel- und Westeuropa mittlerweile rar geworden ist
Drei Wünsche auf einmal, geht das? Wer mehr vom Leben möchte als ein Überraschungsei, wem »was ganz doll Spannendes, was zum Spielen und Schokolade« nicht genug sind, der sollte sich mal in Wales umschauen, quasi dem eierlegenden Wollmilchschaf unter der Destinationen in Mittel- und Westeuropa. Die Variation des Redewendung ist hier angebracht, sollen doch in Wales auf die rund drei Millionen Einwohner je nach Angabe drei bis vier Schafe kommen – ergo, die Region zwischen dem Snowdonia-Nationalpark im Norden und der Brecon-Beacons-Bergkette im Südosten besticht durch viel Landschaft und wenig Menschen. Das Reiseziel Wales ist für Enduristen ein echtes Ü-Ei, denn hier heißen die »drei Wünsche auf einmal«: Asphalt, Schotter und Matsch!

Kleine, kurvige Straßen, gerahmt von bemoosten Steinmauern, führen vorbei an Flüssen, Seen und Burgen, und dank der ausgiebigen Regenfälle an der Westküste Englands gibt es auch viel Landschaft, an der man sich gar nicht sattsehen kann. Abwechslung bringt das Wetter, drei Jahreszeiten an einem Tag mit Regen, Sonne und Schneegraupel sind möglich, dank der Atlantikwinde aber auch nur von kurzer Dauer. Dafür werden die Augen mit wechselnden Lichtverhältnissen belohnt, die die Natur in ständig wechselnden Farbnuancen vorführen.

Motorradlust: Schön geschwungene Straßen mit Blick auf die Weite der Landschaft

Da ist schnelle Kurvenhatz gar nicht angesagt, die Tracer als sportlicher Reisetourer auf MT-09-Basis scheint in ihrem Element. Unauffällig, ohne Langeweile auszustrahlen, reiht sie Kurve an Kurve. Fahren aus dem Rückenmark: Straße, Bike und Fahrer werden eins – in Wales stellt sich dieser Zustand mit Leichtigkeit ein. Ein traumhafter Zustand, den man jedoch immer wieder beim Abbiegen unterbrechen muss, sich wachrütteln, um auf der richtigen, nämlich der linken Fahrspur zu fahren. Oder man biegt auf eine der in Weiß dargestellten Straßen auf der Karte ab. Unzählige durchziehen das Land und von diesen wiederum zweigen unbefestigte ab, sogenannte B.O.A.T.s, Byways Open to All Traffic. Die Bezeichnung impliziert, dass es diese unbefestigten Spaßmacher auch in verboten gibt, die von Autos und Motorradfahrern nicht befahren werden dürfen. Sich im Vorfeld über die Klassifizierung der Straßen kundig zu machen, hilft unangenehme und das Reisebudget belastende Situationen zu vermeiden.  

Einer, der nicht nur die Straßen in der ganzen Welt, sondern auch die seiner Wahlheimat Wales besonders gut kennt, ist der Weltreisende Nick Sanders. Im Rahmen des Destination-Yamaha-Programms bietet er Touren an, die von kurvenreichen Nebenstraßen in immer schmaler werdende übergehen, hin zu den die Schafweiden durchziehenden Single Roads. Wegen der Wahl der Bikes zwar immer auf Asphalt, lässt einen die Schönheit der Bergpässe vergessen, dass man in gerade mal einer halben Stunde im walisischen Seebad Aberystwyth ist. Nicks Aussage, dass er wunderschöne Straßen in Mittelwales kenne, von denen man nicht glauben würde, dass sie überhaupt existieren, und die den Vergleich mit denen, die er auf seinen Reisen befahren hat, nicht zu scheuen brauchen, nimmt man dem mehrmaligen Motorrad-Weltreisenden aufs Wort ab.

Kommste quer, biste wer! Möglichkeiten, an der Performance zu feilen, gibt es auf der Glynhafren-Farm in der Nähe von Llanidloes in Mittelwales

Das macht Lust, den Untersatz zu wechseln und die Offroad-Qualitäten des Landes auszukosten. Auch in Wales dürfen nicht alle Wege befahren werden, es sei denn, der Besitzer hat ein entsprechendes Gelände. Eines wie die westlich von Birmingham liegende Glynhafren-Farm von Geraint Jones und seinen Söhnen Dylan und Rowan. Ihr zweihundertfünfzig Hektar großes Areal wird von Rindern und Schafen beweidet und ist Sitz der Yamaha Ténéré Experience. Für die dort zu buchenden Enduro-Touren stehen die 660er-Ténéré, die 1200er-Super-Ténéré und die etwas kernigere WR 250R zur Wahl, die MTB-Gefühle aufkommen lässt.

Die circa einhundertzwanzig möglichen Offroad-kilometer führen durch Weideflächen, Wald und den Sweet Lamb Rallye Complex (ein Testgelände für Rallye-Fahrzeuge) und schulen die Skills für jeden nur erdenklichen Untergrund: Ob breite Schotterpisten oder matschige Waldwege, ob durch Bäche und Flüsse oder über sandige Auffahrten, das Gelände gibt alles her, was des Enduristen-Herz höher schlagen lässt. Kein Wunder, dass hier bereits Läufe zu den britischen und europäischen Enduromeisterschaften stattfanden. Und da nicht jeder mit den Endurostiefeln an den Füßen auf die Welt gekommen ist, geben Instruktoren den Teilnehmern der 1- oder 2-Tageskurse die wichtigen Tipps, mit denen man seine Skills erweitern kann. Zudem ist das Befahren des Geländes ohne die Instruktoren verboten.

Abwechslungsreich ist die Landschaft in Wales allemal

Das Ü-Ei-Wales hat sich als echter Motorradfahrertraum entpuppt: Straße, Schotter, Matsch, hier muss man nicht lange suchen, um das Motorradfahren in seinen unterschiedlichen Facetten genießen zu können. Und eigentlich bewahrheitet sich für diese Wales-Tour auch der Werbeslogan für das Überraschungsei – zumindest in Teilen. Hier gibt es für jeden Spannung und Spiel  – nur eben nichts Süßes. Geschenkt.
 
Mit der Online-Plattform »Destination Yamaha« sollen über Motorradreisen die Emotionen der Yamaha-Afficionados angesprochen werden

Destination Yamaha
Kontakte zwischen Fahrer und Reiseanbieter bietet die Online-Plattform »Destination Yamaha«. Ob sie ein 1-tägiges Endurotraining in Deutschland buchen wollen oder mehrere Monate durch Südamerika reisen, die Motorradreise-Plattform Destination Yamaha macht die Suche nach einem Anbieter einfach und schnell. Grob geordnet nach Straße, Offroad oder Abenteuer oder ganz individuell konfiguriert nach den eigenen Bedürfnissen finden Reise- und Abenteuerhungrige einen Partner, mit dem sie ihre Ambitionen und Träume verwirklichen können. Die gegebenenfalls angebotenen Leihmotorräder tragen zwar das Logo mit den Stimmgabeln, die Yamaha-Brille haben die Veranstalter bei Teilnahme mit dem eigenen Bike nicht auf. 
Mehr auf www.yamaha-motor.eu
 
Fahren mit Nick Sanders, der unter anderem in 19 Tagen als Solofahrer um die Welt reiste

Nick Sanders
Fahren mit Nick Sanders, der unter anderem in 19 Tagen als Solofahrer um die Welt reiste. Nick kennt sich nicht nur in der Welt, sondern auch in seinem Hinterhof Wales sehr gut aus und hat in der Nähe von Machynlleth sein Expedition Centre eingerichtet. Ausgangspunkt beispielsweise für eine 4-tägige Tour auf kleinsten Straßen. 
Mehr Infos unter www.nicksanders.com
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Stand:17 January 2018 14:11:23/reiseberichte/reisebericht+wales+-+destination+yamaha_171006.html