Yamaha XSR 900 Abarth - Fahrbericht

11.09.2017  |  Text: Jens Kratschmar  |   Bilder: Werk
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Yamaha XSR 900 Abarth - Fahrbericht
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Als großer Fan der Yamaha XSR 900 stieg ich frohlockend auf die Special Edition auf und geläutert wieder ab. Es ist nicht alles toll an der Abarth
Schon seit vielen Jahren arbeiten Yamaha und der Fiat-Tuner Abarth zusammen. Für die neueste Partnerschaft für die XSR 900 Abarth ist wohl die Überschneidung in der potenziellen Kundschaft verantwortlich: Midlife-Crisis und Fullsize-Pocket.

Also mittel-alt und hoch-solvent, denn mit 12.595 Euro ist die auf 695 Stück limitierte XSR 900 Abarth satte 2.600 Taler teurer als die Serienversion – da trifft scheinbar die Wucher-Keule. Pariert jedoch wird der Schlag von den hochwertigen Extras, die die Abarth neiderzeugend präsentiert: Halbschale und Sitzbankabdeckung aus Carbon, schön gesteppte Sitzbank, tiefsitzender Stummellenker und natürlich die halb zu halb aus Titan und Edelstahl bestehende Akrapovic-Komplettanlage. Allein Letztere ist nicht unter 1.300 Euro als Zubehör zu erwerben und relativiert den Aufpreis erheblich. Ausstattungsbereinigt ist die Abarth mit einzigartigem Lack ein Schnäppchen unter dem Schleier der Exklusivität.



Exklusiv auch die erste Fahrt. Leider haben weder Yamaha noch Abarth etwas an der unausgegorenen Fahrwerksabstimmung der XSR 900 getan. Der tiefe Lenker macht die Sache nicht besser. Es rutscht viel Fahrergewicht von der Fahrzeugmitte in Richtung Vorderrad und entlastet das Heck deutlich, was in unge­nauem und diffusem Einlenken endet. Abhilfe schafft die Veränderung der Vorspannungen sowie die Erhöhung der Zugstufe in Gabel und Federbein.

Ein herrlich zu betrachtendes Motorrad ist die Abarth geworden und Freunde der Marken wie auch Sammler des Seltenen werden im Wohnzimmer und auch auf der Straße viel Glück erleben. Woran der Bulle von Triple maßgeblichen Anteil hat. Kräftig, quirlig und von Schwingungen beseelt trommelt er dem flach über der Airbox liegenden Fahrer ein herrlich sonores Konzert in die Gehörknochen. Schnell haben sich auch Fleisch und Geist der fordernden Körperhaltung und dem eigenwilligen Fahrverhalten angepasst, und bald fühlt sich das Ganze nach 1980er-Straßenrennen an – zum Glück mit ordentlichen Bremsen.



Wer nun eine der 695 Stück weltweit sein Eigen nennen will, muss sich sputen: Nur 140 Stück sind für Deutschland eingeplant. Los geht’s. 
 

TECHNISCHE DATEN Yamaha XSR 900 Abarth


Basispreis: 12.595 Euro, limitiert auf 695 Stück 

Leistung: 115 PS bei 10 000/min
max. Drehmoment: 87 Nm bei 8 500/min
Motor: Viertakt-Dreizylinder-Reihenmotor, wassergekühlt, vier Ventile pro Zylinder, dohc
Hubraum: 847 ccm
Bohrung x Hub: 78 x 59,1 mm
Schaltung: Sechsganggetriebe
Endantrieb: Kette 
Fahrwerk: Brückenrahmen aus Aluminium
Federung vorn: USD-Gabel, Standrohr-Ø 41 mm, Federweg 137 mm
Federung hinten: Aluschwinge mit Zentralfederbein, Federweg 130 mm
Radstand: 1.440 mm
Lenkkopfwinkel: 65°
Nachlauf: 103 mm
Bremse vorne: 298-mm-Doppelscheibenbremse
Bremse hinten: 245-mm-Scheibenbremse hinten
Bereifung: 120/70-ZR17 vorn, 180/55R17 hinten
Gewicht vollgetankt: 195 kg
Tankinhalt: 14 Liter
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Stand:25 November 2017 06:44:58/test+_und_+technik/motorr%C3%A4der/yamaha+xsr+900+abarth+-+fahrbericht_17830.html