Ducati Multistrada 1260 - Vorstellung

14.11.2017  |  Text: Matthias Hirsch  |   Bilder: Werk
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Ducati Multistrada 1260 - Vorstellung
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Weniger ist oft mehr, in Sachen Hubraum trifft dies meist nicht zu. Dachten sich wohl auch die Ducati-Mannen und haben die gar nicht einmal so alte Multistrada 1200 überarbeitet. Heraus kam (wenig überraschend) wieder eine Multistrada: die 1260.
Die Multistrada 1200 ist zweifelsohne ein tolles Motorrad, das mit dem Einzug der DVT genannten variablen Ventilsteuerung allerdings spürbar entschärft wurde. Während man die erste Multistrada selten im Sportmodus bewegte – es war einfach zu giftig das Teil –, musste man die mit DVT gerade in diesem fahren, sonst wirkte sie etwas zugeschnürt. Dies ist wohl auch dem Hersteller nicht verborgen geblieben, denn mit der Multistrada 1260 präsentiert Ducati einen gründlich überarbeiteten Nachfolger. Die Adventure-Variante Multistrada 1200 Enduro bleibt (vorerst) unverändert.

Motor Multistrada 1260

Kräftiger Antritt bei niedrigen Drehzahlen stand ganz oben auf der Agenda der Ingenieure. Der Hub ist bei gleicher Bohrung gewachsen, entsprechend ergibt sich ein Hubraum von 1262 Kubik (vorher: 1198). Die Leistung steigt um 6 auf 158 Pferdestärken bei (weiterhin) 9500 Umdrehungen. Das Drehmoment ist mit 129,5 Nm minimal höher (vorher: 128) und liegt ebenfalls wie vorher bei 7500 Umdrehungen. Allerdings drückt dies ja nur den Maximalwert aus. Laut Ducati steht jetzt über den gesamten Drehzahlbereich hinweg, vor allem in den tieferen Regionen, mehr Drehmoment zur Verfügung. So liegen bei 3500 Umdrehung bereits 85 Prozent des Maximalwerts an, also nicht unerhebliche 110 Nm. Da auch bei 5500 Umdrehungen im Vergleich zur Vorgängerin 18 Prozent mehr Newtonmeter vorhanden sind, sollte die Multistrada 1260 bei niedrigen und mittleren Drehzahlen spürbar besser performen. 



Die 1260 hat auch wieder die bekannten Fahrmodi: Sport, Touring, Urban und Enduro. Wieso auch diese Multistrada wieder einen Enduro-Modus hat, erschließt sich uns einmal mehr nicht, sei es drum. „Sport“ liefert die maximale Performance, also volle Leistung bei direktestem Ansprechverhalten. Sowohl Traktionskontrolle als auch ABS sowie Wheelie- und Stoppie-Kontrolle üben sich in Zurückhaltung. „Touring“ hat ebenfalls Full-Power, spricht aber sanfter an und die Regelelektronik greift in allen Bereichen früher ins Geschehen ein. Der Modus „Urban“ geht noch weiter: die Leistung wird bei 100 PS gekappt, die Elektronik sorgt für maximale Sicherheit und bremst im Bedarfsfall sehr früh ein. Bleibt der Enduro-Modus: im Gelände müssen 100 Pferde reichen, allerdings hält sich die Regelung vornehm zurück. Man kann also auch driften beziehungsweise mit blockierendem Hinterrad arbeiten, denn das ABS ist am Heck komplett deaktiviert.

Fahrwerk Ducati Multistrada 1260

Beim Fahrwerk haben sich ebenfalls einige Parameter geändert. Der Lenkkopfwinkel ist um 1 Grad größer, was zu einem etwas erhöhten Nachlauf führt (111 Millimeter statt bisher 106). Der Arm der Einarmschwinge ist um 48 Millimeter länger, dies erhöht den Radstand von 1529 auf 1585 Millimeter. All diese Maßnahmen stehen für stabileres Fahrverhalten. Bei der Federung eröffnen sich gleich mehrere Optionen. Die Basisvariante der Multistrada 1260 hat eine komplett einstellbare 48-mm-Upside-down-Gabel von Kayaba, hinten arbeitet ein ebenfalls voll einstellbares Sachs-Federbein. Vorn und hinten steht ein Federweg von 170 Millimetern zur Verfügung.



Die Multistrada 1260 S hat ebenfalls Sachs-Komponenten, allerdings ist das Fahrwerk elektronisch einstellbar und regelt semiaktiv, bei Ducati Skyhook-Suspension genannt. Das Spitzenmodell Pikes Peak setzt auf hochwertige Öhlins-Technik an Front und Heck. Alle Versionen rollen auf Pirelli Scorpion Trail II in den Abmessungen 120/70 R17 vorn und 190/55 R17 hinten.

Der Fahrer muss Minimum 825 Millimeter Sitzhöhe erklimmen, kann die Sitzbank aber auch um 20 Millimeter höher einstellen. Und während die Basis mit einem LCD-Display auskommt, glänzen die weiteren Versionen der Multistrada 1260 mit farbigen TFT-Displays.

Ausstattung Multistrada 1260

Bereits die Standardversion kann mit guter Ausstattung glänzen: vier Fahrmodi, Kurven-ABS, Traktions- und Wheelie-Kontrolle, Tempomat und schlüssellose Zündung. Bei der 1260 S wird die Ausstattung um das semiaktive Fahrwerk, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und Multimediaschnittstelle ergänzt.

Für jede Variante der Multistrada 1260 hat man die Wahl zwischen drei Ausstattungspaketen: Touring-Pack mit Koffern, Griffheizung und Hauptständer. Sport-Pack mit Termignoni-Auspuff, Karbon-Fender vorn und CNC-gefräßte Bedienhebel aus Aluminium. Das Urban-Pack beinhaltet Topcase, Tankrucksack und USB-Anschluss. Das Enduro-Pack kommt mit LED-Zusatzscheinwerfern, größerer Seitenständerfläche, Motorschutz, Sturzbügeln und Enduro-Fußrasten.
 

TECHNISCHE DATEN Ducati Multistrada 1260

Motor: L-2-Zylinder 4-Takt-Motor, Flüssigkeitsgekühlt, vier Ventile pro Zylinder
Hubraum: 1.262 ccm
Leistung: 158 PS (116,2 kW) bei 9.500/min
max. Drehmoment: 129,5 Nm bei 7.500/min
Bohrung x Hub: 106 x 71,5 mm
Verdichtung: 13 : 1
Gemischaufbereitung: elektronische Einspritzung
Kupplung: Mehrscheiben im Ölbad, hydraulisch betätigt
Anzahl Gänge: Sechsganggetriebe
Endantrieb: Kette
Rahmen: Stahl-Gitterrohrrahmen
Federung vorne: Sachs 48mm Upside-Down-Gabel, semiaktiv elektronisch geregelt
Federung hinten: Sachs Zentralfederbein, semiaktiv elektronisch geregelt
Federweg vo/hi: 170 mm
Reifen vorne: 120/70 R17
Reifen hinten: 190/55 R17
Bremse vorne: Doppelscheibenbremse 330 mm, radial montierte Vierkolben-Bremssättel
Bremse hinten: Scheibenbremse 265 mm, Doppelkolben-Bremssattel
Sitzhöhe: 825/845 mm
Radstand: 1.585 mm
Nachlauf: 111 mm
Trockengewicht: 212 kg
Leergewicht: 235 kg
Tankinhalt: 20 Liter
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