Cardo Scala Rider Packtalk - ausprobiert

13.08.2016  |  Text: Anton Sacher  |   Bilder: Cardo
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Cardo Scala Rider Packtalk - ausprobiert
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Das Scala Rider Packtalk ist das Topmodell von Cardo. Wir haben das Kommunikationssystem mit der neuen DMC-Technologie in der Gruppe ausprobiert.
Bereits am Jahresanfang haben wir das Cardo scala rider Packtalk ausführlich getestet, jedoch nur im Zweipersonenbetrieb zwischen Fahrer und Sozia. Wie das Gerät tatsächlich in einer größeren Gruppe funktioniert, wollten wir nun zuammen mit einigen Journalistenkollegen herausfinden. Dazu trafen wir uns bei Importeur Held in Sonthofen und drehten eine flotte Runde durchs Allgäu und das österreichische Vorarlberg.

Bis zu fünfzehn Teilnehmer sollen sich im Packtalk-Netzwerk miteinander verbinden lassen und auf einer Distanz von acht Kilometern kommunizieren können. Diese Reichweite ist natürlich eher ein theoretischer Wert und sehr stark von der Geländebeschaffenheit und der Bebauung abhängig. In unserer bergigen und kurvigen Testregion war der Empfang nach grob geschätzt einem guten Kilometer Abstand schon stark beeinträchtigt und brach teilweise ab, aber immerhin. Auch waren wir „nur“ zu zehnt, doch alles hat prima funktioniert. Abgesehen vom Inhalt – höchst „anspruchsvolle“ Testgespräche –, konnte die Sprachqualität durchaus überzeugen. Auch der Radioempfang sowie die Bluetooth-Verbindungen zu Navi und Smartphone waren tadellos.



Nun, das können andere Geräte auch. Das Besondere am Packtalk ist die zusätzlich verbaute DMC-Technologie (Dynamic Meshwork Communications). Während bei reinen Bluetooth-Geräten jeder Gesprächsteilnehmer brav seinen Platz einhalten muss und nicht ausscheren oder innerhalb der Gruppe überholen darf, weil sonst die Kommunikations­kette zusammenbricht, spielt das mit DMC keine Rolle. Da wird jeder mit ­jedem verbunden und ganz gleich, wieviele Teilnehmer außer Reichweite geraten, die Gruppenkommunikation geht ungestört weiter. Man kann das Gruppengespräch jederzeit verlassen und ihm wieder beitreten, ohne die anderen zu beeinträchtigen. Teilt sich eine größere Gruppe in zwei oder mehr Pulks auf, entstehen automatisch neue, kleinere Gruppen, deren Mitglieder jeweils miteinander sprechen können. Kommen diese Pulks später wieder auf Reichweite, vereinigen sie sich wieder zu der ursprünglichen Einheit – eine feine Sache!

Bevor man das Packtalk nutzen kann, muss jedes Mitglied angemeldet sein. Dies geschieht am einfachsten mit einer Smartphone-App, die man kostenlos downloaden kann. Die Funktionen am Gerät selbst lassen sich über eine drehbare Walze steuern, manche alternativ auch über Sprachbefehle. Für Gruppen bis zu vier Motorradfahrern gibt es das etwas günstigere „Smartpack“.

Preise: 
  • Einzelgerät 329,95 Euro
  • Doppelpack, bereits gekoppelt 549,95 Euro
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