zur Archivübersicht

INHALT REISE MOTORRAD 4/2016

REISE MOTORRAD 4/2015
Aktuelle Ausgabe lesen >>

Reisen

Frankreich/Spanien: Pyrenäen
Rundtour vom östlichen fran­zösischen Pyrenäenvorland in die Hochgebirgsregionen und über Andorra wieder zurück.

Deutschland: Niederlausitz
Aufblühende Naturlandschaften zwischen Teichen und Tümpeln, Seen und Sümpfen.

Österreich-Italien-Slowenien: Alpenrunde
Von Kärnten aus über die ­schönsten Pässe und Panoramastraßen im Dreiländereck.

Motorradstraße Deutschland, Teil 3: Die Westroute
2000 spannende Kilometer im Westen der Republik.

Serie: Alpenklassiker
Historisches und Tipps für eine tolle Runde: Im Mittelpunkt des dritten Teils ­unserer neuen Serie steht der Colle Sommeiller.


Technik
Vergleichstest:
Honda CRF1000L Africa Twin ABS vs.
Yamaha XT1200ZE Super Ténéré ABS


Fahrberichte:
Ducati XDiavel
Honda NC750X
Moto Guzzi V9
Triumph Tiger Sport



Service // Magazin
Werkstatt:
Schrauben und Muttern

Bekleidung:
Neue Klapphelme

Ausprobiert:
Performer-Brille

Im Vergleich:
Becker Mamba.4 vs.
TomTom Rider 400


Ausprobiert:
Sena 10C und 20S

Vereine, Clubs und Gruppen:
West-Side-Biker


Editorial, Motorrad-Hotels, Szene-Nachrichten, Treffen und Termine, Kleinanzeigen, Produkt-Nachrichten, Impressum/Vorschau

Inhalt als PDF-Dokument

EDITORIAL REISE MOTORRAD 4/2016

Anton SacherEs lebe die Vielfalt

 
Liebe Leserin, lieber Leser!

Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum. Dieser Spruch gilt zweifellos auch heute noch, doch im Segment der hubraumschwächeren Motorräder, der so ­genannten Mittelklasse, gibt es immer attraktivere Modelle. Neulich durfte ich die gesamte Honda-Modellpalette Probe fahren und war zum Beispiel von der NC750X sehr angetan ­(siehe Fahrbericht auf Seite 62). Auch der Crossrunner, den wir auf unserer Pyrenäentour (ab Seite 10) dabeihatten, ist ein gutes Tourenbike, ganz zu schweigen von der „kleinen“ ­Kawasaki Versys. Alles Motorräder unter 1000 Kubik­zentimeter und oft auch unter 100 PS.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist nach wie vor, dass man möglichst viel Leistung braucht, um Spaß am flotten Motorradfahren zu haben. ­Früher gab es einmal eine freiwillige Beschränkung auf 100 PS, doch die ist längst aufgehoben. Müssen es unbedingt 120, 150 oder am besten noch mehr sein? Meine alte Harley zum Beispiel hat, genau weiß ich es gar nicht, auf jeden Fall unter 70 PS. Gut, es gibt bessere Fahrwerke, aber motorseitig gibt es da nichts zu kritteln. Ein guter Drehmomentverlauf und ordentlich Hubraum, also „Kraft aus dem Keller“, sind hier entscheidend. Oder nehmen wir mal einen großen Einzylinder, von denen es heute leider nicht mehr allzu viele gibt. Was für eine Freude, das gesamte Drehzahlband auszunutzen und fetten Boliden im Kurvengeschlängel davonzufahren!

Dennoch muss ich gestehen, dass mir auch ­Motorräder wie die BMW S 1000 XR oder die KTM Super Duke sehr gut gefallen. Ein Widerspruch zum vorher Gesagten? Nicht unbedingt, denn man „braucht“ diese hohe Leistung tatsäch­lich nicht – aber es macht verdammt viel Spaß!

Ja, die Motorradmodelle sind so vielfältig wie ihre Fahrer und man kann mit allen seine Freu(n)de haben. Es ist eh’ am besten, mehrere Bikes in der Garage zu haben: einen Cruiser, ­etwas Sportliches, ein Naked Bike, eine Reise­enduro, vielleicht noch einen Oldtimer oder ein Gespann – habe ich noch etwas vergessen?

In diesem Sinne, fröhliches Kurvenkratzen und Kilometerfressen!

Ihr/Euer



Anton Sacher, Chefredakteur
E-Mail: a.sacher@huber-verlag.de   
Stand:18 February 2020 17:32:12/archiv/content-22034_40-22033_60.html?s=