Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region

04.12.2012  |  Text: Heinz E. Studt  |   Bilder: Heinz E. Studt
Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region
Die schönsten Alpentouren Teil 12 – Dachstein-Region
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Die Dachstein-Region ist beliebt bei Skifahrern und ein Geheimtipp für Wanderer. Dass sie auch Motorradfahrern viel zu bieten hat, zeigen wir mit diesen drei tagesfüllenden Rundtouren.

Das Dachsteinmassiv ist ein markanter Hochgebirgsstock im Herzen ­Österreichs, an dem die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark ihren Anteil haben. Bereits 1997 hatte die UNESCO das Kalkmassiv zusammen mit Teilen des Salzkammergutes und des Ausseerlandes aufgrund seiner Einzig­artigkeit und seiner historischen sowie landschaftlichen Bedeutung als Welterbe klassifiziert. Der mit zahlreichen Höhlen durchzogene Kalkstock reicht bis auf knapp 3.000 Meter Höhe und ist vor allem bei Bergsteigern beliebt. Und gleichwohl es heute keine (zumindest legalen) Möglichkeiten mehr gibt, dem Hohen Dachstein als Hauptgipfel des Massivs – übrigens der höchste Gipfel Oberösterreichs wie auch der Steiermark – im Mopedsattel ganz nahe zu kommen, ist es dennoch ein Genuss, diese imposante Bergkette onroad zu umrunden. In ihren Randbereichen erwarten uns Pass- und Panoramastrecken ebenso wie verträumte Bergseen oder geschichtenreiche Dörfer und Städte. Und für ausgiebige Motorradurlaube lassen sich diese Tourenvorschläge perfekt mit Teil Nr. 6, den Nockbergen, kombinieren. 

Tourenstandort: Schladming
Umrahmt vom Dachstein im Norden, den Radstädter und Schladminger Tauern im Westen und Süden, ist die über 800 Jahre alte Stadt Schladming ein idealer Tourenstandort, liegt sie doch am Kreuzungspunkt wichtiger Ost-West-Verbindungen über die Ostalpen. Seit 1322 besitzt der auf den Goldbergbau in den Schladminger Tauern zurückgehende Ort die Stadtrechte. Er wurde zwar in den Bauernkriegen im 16. Jahrhundert dem Erdboden gleichgemacht, konnte aber durch den lukrativen Bergbau rasch wieder auferstehen. Bis weit in das 19. Jahrhundert prosperierte Schladming, dann lohnte sich der Erzabbau nicht mehr. Die Stadt drohte in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, erst der Wandel zum Tourismusort bewahrte sie davor. Vor allem der Wintersport bescherte Schladming ab 1875 eine aussichtsreiche Zukunft, und Skiweltmeis­terschaften machten es weit über die Grenzen Österreichs berühmt. 3.500 Gästebetten sind im schnee­sicheren Winter gut gebucht, außerhalb der weißen Saison geht es etwas ge­ruhsamer zu. Aber auch dann bietet Schladming dem Biker alles, was sein Herz begehrt. Und das vor einer grandiosen Alpenkulisse.

Unsere Hotelempfehlungen:

• Ferienalm Schladming,

  Familie Keinprecht,
  Sonnenhangstraße 163,
  A-8970 Schladming,
  Telefon 43 (0)36 87-235 17
  www.ferienalm.at

• Hotel Mitterhofer,
  Familie Walcher,
  Salzburgerstraße 371,
  A-8970 Schladming,
  Telefon 43 (0)36 87-222 29
  www.mitterhofer.at

• Hotel Vitaler Landauerhof,
  Familie Graf,
  Tälerstraße 2,
  A-8971 Rohrmoos-Untertal,
  Telefon 43 (0)36 87-611 66
  www.landauer.cc

Die beste Reisezeit für Biker: Anfang Mai bis Ende Oktober
 




Tour 1: Anreise und mehr
Rundtour 1 lässt sich bei Bedarf ebenso leicht zu einer kurvenreichen Anreise in unser Zielgebiet umgestalten, die Sackgassen in die sehenswerten Täler der Radstädter ­Tauern können selbst mit voller Beladung bequem erkundet werden. Die tagesfüllende Rundtour führt uns morgens ­Richtung Norden aus Schladming hinaus direkt hinauf nach Ramsau am Südrand des Dachsteinmassivs. Die größte ­Tourismusgemeinde der Steiermark – 6.500 Gästebetten bei 2.800 Einwohnern! – war schon bei den Römern ein beliebter Lagerplatz. Über Filzmoos und Eben im Pongau geht es dann westwärts Richtung Bischofshofen. Bevor wir in das Zentrum von Bischofshofen pendeln, gönnen wir uns noch einen ausführlichen Blick auf Burg Hohenwerfen. Sie ist eine der ­mächtigsten Festungen im Salzburger Land, fast 1000 Jahre alt und eine äußerst beliebte Filmkulisse.

Bischofshofen selbst ist noch viel älter, Kelten und Römer siedelten hier, 1525 war der Ort das Zentrum des Bauernaufstands. Die Eisenbahn brachte den Tourismus in die Stadt, die sich heut­zutage gerne auch als Ausgangspunkt für die Erkundungen des Salzburger Landes empfiehlt. Entlang der Salzach geht es nach Sankt Johann im Pongau sowie zu unserer ersten Sackgasse heute: dem Arltal. Großarl, das „Europadorf“, ist zentraler Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen zu den unzähligen Almen des Tales, hier wie in allen folgen­den Tälern lautet mein Rat: Fahren Sie unbedingt bis zum Talschluss – es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

So wie im Kleinarltal gleich nebenan. Dessen Talschluss ziert der idyllische Jägersee, ein stilles Paradies für erholung­suchende Großstädter. Flachau im angrenzenden gleichnamigen Winkel ist eines der bekanntesten Skizentren der Region, im Sommer geht es trotz toller Mountainbike-Pisten und Hochseilgärten deutlich gemütlicher zu. Der Zauchensee – unser letztes Naturerlebnis für heute – ist dagegen schon deutlich bekannter, wenngleich die Region vor allem im Winterzirkus eine Rolle spielt. Über Altenmarkt geht es gen ­Süden hinein in das malerische Alpental mit dem See und gleichnamigen Weiler ganz am Talschluss. Genießen Sie es, den Tag hier ausklingen zu lassen. Der Rückweg ist ein Kinderspiel und das ­sehenswerte Radstadt, den nördlichen Einstieg zum berühmten Tauernpass, gönnen wir uns ja noch einmal auf Tour 3.


Tour 1 im Überblick
Streckenlänge: 225 km
Reine Fahrtzeit: 5 Std. 
Anzahl Pässe: 0
Anzahl Kehren: 5
Höchster Punkt: 1.380 m 
Schwierigkeit: leicht




Tour 2: Prächtiges Weltkulturerbe
Zwei Panorama-Mautstraßen, ein Welterbe sowie ein ­geheimnisvoller Schatz würzen diese Rundreise. Dafür sollten wir möglichst früh am Morgen aufbrechen, denn mit 260 Kilometern ist sie zudem auch noch recht lang. Via Ramsau und Filzmoos geht es gen Westen, hinter Eben diesmal rechts hinauf in die Ausläufer des Tennengebirges. Der Pass Gschütt ist mit 957 Metern leicht zu übersehen, nicht so der weltberühmte Hallstätter See südlich von Bad Goisern. Die Stadt ist auch die Heimat berühmter Alpenrocker sowie des „Goiserers“, eines nur auf Bestellung handgefertigten Bergschuhs mit äußerst prominenter Fanliste (Kaiser Franz Joseph, Kaiserin Sisi u. a.), und lohnt einen Abstecher.

Wie Schwalbennester kleben die Häuser von Hallstatt an den Steilhängen des fjordartigen Taleinschnitts, und das historische Zentrum – übrigens nur bis zehn Uhr morgens befahrbar – gleicht einem Freilichtmuseum mit freiem Eintritt. Im Beinhaus ist die weltgrößte Schädelsammlung zu bestaunen, in den Salzwelten werden die Geschichten des „Weißen Goldes“ erzählt. Zugegeben, dagegen haben es Bad Aussee und der Grundlsee nicht unbedingt leicht, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dennoch: Gönnen Sie sich die Seeuferstraße unbedingt bis zum Ende. Es lohnt sich auch kulinarisch. Und dort versteckt in dunklem Tann wartet der legendäre Toplitzsee auf uns, in dessen Tiefen man immer noch Teile der Nazi-Goldreserven vermutet, an die 80 Kisten mit Gold und Brillanten.

Zehn Kilometer Panorama satt und einige Spitzkehren bietet uns bald darauf die Tauplitzalm-Alpenstraße, ein lohnender Abstecher hinauf in die herrliche Bergwelt des steirischen Teils des Toten Gebirges (Maut 5 €). Die Stoderzinken-Alpenstraße nördlich von Gröbming entführt uns auf zwölf Kilometer kostenlos in die Hochgebirgslandschaft des Dachsteinmassivs. Die höchste Panoramastraße der Steiermark begeistert mit herrlichen Ausblicken auf die Hohen und Niederen Tauern, an klaren Tagen soll man sogar den Groß­glockner in der Ferne glitzern ­sehen. Als besondere Tipps gelten die hier anschließende 20-Minuten-Wanderung zum Friedenskircherl und der Sonnenuntergang oben am 2.050 Meter hohen Stoderzinken.

Tour 2 im Überblick
Streckenlänge: 260 km
Reine Fahrtzeit: 6 Std. 
Anzahl Pässe: 4
Anzahl Kehren: 26
Höchster Punkt: 1.845 m 
Schwierigkeit: leicht




Tour 3: Steiermärker Grenzerfahrung

Im Herzen der Niederen Tauern bewegen wir uns mit der dritten Runde. Oberhalb der B 320 geht es über Weissenbach und Assach nach Gröbming und dort rechts ab in den Naturpark Sölktäler. Reich gesegnet mit herrlichen Almen und Hochtälern ist er ein echtes Naturparadies, ganz besonders sehenswert sind u. a. das Almdorf Tuchmoar im Kleinen Sölktal oder die Breitlahn- und Putzentalalm. Vielleicht ­haben Sie ja Wanderstiefel im Gepäck?

Der Sölkpass verbindet das Mur- mit dem Ennstal. Die dicht bewaldete Passhöhe auf 1.800 Metern bietet zwar wenig Aussicht, die beiden Aufstiegsrampen aber einige schöne ­Rastplätze mit Ausblick. Bereits 1593 gab es ­einen holprigen Karrenweg über den Pass, ab dem 16. Jahrhundert war er einer der wichtigsten Saumwege der Region.

Bei Seetal queren wir die Grenze zum Bundesland Salzburg, und der Lungau begrüßt uns als dessen südlichster Gau. Die ­gesunde Höhenlage des gut 1.000 Quadrat­kilometer großen Hochplateaus lässt nicht nur ­Allergiker aufatmen, die gesamte Lungauer Bergwelt gilt ab spätestens Juli als frei von Aller­genen. Slawen und Bajuwaren gruben die Wurzeln des Ortes Tamsweg, direkt hier schließt übrigens Tour 1 aus der Teil 6 nahtlos an. ­Bereits die Römer sicherten mit dem naheliegenden Mauterndorf eine wichtige Handels- und Militärstraße, uns bietet sich das schmucke Städtchen heute auch für einen genüsslichen Einkehrschwung an.

Anschließend liegt er dann vor uns: der Radstädter Tauernpass. Er ist mit seinen 1.750 Metern die landschaftlich abwechslungsreiche und mautfreie Alternative zur Tauernautobahn. Am Scheitelpunkt des Passes begrüßt uns der beschauliche Skiort Obertauern, dessen Cafés gelegentlich auch außerhalb der weißen Saison geöffnet sind. Retour im Ennstal schließt diese Runde mit einem Spaziergang im 2.400 Jahre alten Radstadt, der „alten Stadt im Gebirge“ sowie grandiosen Blicken auf den mächtigen Dachstein.

Tour 3 im Überblick
Streckenlänge: 195 km
Reine Fahrtzeit: 4 bis 5 Std. 
Anzahl Pässe: 2
Anzahl Kehren: 28
Höchster Punkt: 1.805 m 
Schwierigkeit: leicht


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Stand:23 August 2019 05:16:16/reiseberichte/die+schoensten+alpentouren+teil+12+-+dachstein-region_178.html Warning: fopen(cache/5db2b6803bfe6c85d06205324cdc274a.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163