Fahrbericht Kawasaki ER-6n – Spass für alle

07.09.2011  |  Text: Christian Heim  |   Bilder: Kawasaki
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Fahrbericht Kawasaki ER-6n – Spass für alle
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Kawasakis Bestseller ER-6n wurde für das Modelljahr 2012 komplett überarbeitet und verspricht jetzt noch mehr Fahrvergnügen.
Neue Modelle werden immer heiß ersehnt, die Erwartungen sind hoch. Was hat sich geändert, was wurde verbessert, was ist völlig neu? Manchmal folgt dieser Erwartungshaltung auch Ernüchterung. Nicht so bei Kawasakis Bestseller ER-6n. Seit ihrem Debut 2006 wurde dieses Naked Bike behutsam aber konsequent weiterent­wickelt, immer die Zielgruppe im Visier: Newcomer, die gerade ihren Führerschein erworben haben, Frauen, die ein leichtes Motorrad bevorzugen, Wiedereinsteiger, aber auch gestandene Motorradfahrer mittleren Alters – alle sind sie dem Charme der ER-6n erlegen. Die Verkaufszahlen geben Kawasaki recht, seit mehr als fünf Jahren ist sie ein Bestseller. Grund genug für Kawasakis Ingenieure und Designer, das vorhandene Potenzial für den neuen 2012er Modelljahrgang auszureizen. 

Schärferes Design, komplett neuer Rahmen, drehmomentoptimierter Motor, höherer Komfort und ein leichteres Handling: Die umfangreichen Modellpflegemaßnahmen an Kawasakis Bestseller werden für weiterhin hohe Beliebtheit sorgen.

Mit der neuesten Evolutionsstufe wurde nicht nur die Technik überarbeitet, auch das ohnehin schon flotte ­Design wurde ansprechend modernisiert. Die neu gestaltete Verkleidung und die nach vorn abfallenden Linien des Motorrads geben der ER-6n einen aggressiveren Touch mit dezentem Streetfighter-Einfluss. Neu gestaltet ist auch der Doppelrohrrahmen mit der eleganten Schwinge, die sich wie bisher an dem rechts an­geordneten Monofederbein ­abstützt. Der schicke Perimeter-Verbund trägt entscheidend zum flotten Look der ­Kawasaki bei. 

Die Sitzposition ist gerade für weniger große Fahrer angenehm. Man fühlt sich gut in das Fahrzeug integriert, der Lenker ist entgegenkommend gekröpft und auch Fahrer mit kürzeren Beinen halten beim Rangieren sicheren Bodenkontakt, da die Sitzbank sportlich schmal geformt ist. Ausreichenden Komfort bietet sie dennoch. Langbeinige Jungs und Mädels fühlen sich auf dem multifunktionalen Schwestermodell Versys besser aufgehoben, da der Kniewinkel weniger Spitz ausfällt. 



Die Gesamt-Ergonomie ist stimmig. Alle Schalter und Taster sind gut zu erreichen, die Bedienung unkompliziert. Hervorragend sind die Rückspiegel. Nicht nur, dass sie vergleichsweise schick aussehen: Ihre Spiegelfläche ist richtig dimensioniert, sie vibrieren nicht und ihre Halter reichen weit genug nach ­außen, so dass die Schulter des Fahrers nicht den Blick nach hinten verhindert.

Motorseitig haben sich die Ingenieure den 650er Twin nochmal zur Brust genommen. Mit der neuen Abstimmung steht im unteren und mittleren Drehzahlbereich jetzt ein Tickchen mehr Drehmoment zur Verfügung. Im Vergleich zur vierzylindrigen Konkurrenz sind die versprochenen 64 Nm bei 7.000 Umdrehungen absolut entspannungsfördernd und ermöglichen eine deutlich schaltfaulere Gangart.



Wer dann aber doch das butterweich zu schaltende Sechsgang-Getriebe bemüht, am Gas zieht und die 72 Pferde galoppieren lässt, lernt das zweite Gesicht der ER-6n kennen. Mit einem dumpf röchelnden Ansauggeräusch und zwei laut trompetenden Zylindern verwandelt sich die ER-6n in einen wieselflinken Sportler. Der Vortrieb endet dann erst jenseits von 210 km/h. Das ist völlig ausreichend für ein Mittelklasse-Motorrad und macht auch auf Landstraßen Überholvorgänge zu einem Kinderspiel. 

Überhaupt sind kurvenreiche Straßen das bevorzugte Revier der Kawasaki. Das sportlich-straffe Fahrwerk glänzt mit einem einfachen Handling. Einmal angelenkte Kurven zieht das Naked Bike sauber und leichtfüßig durch. Doch trotz der sportlichen Abstimmung gehört das Fahrwerk nicht in die Kategorie der Bandscheibenvernichter. Auch hier hat Kawasaki gute Arbeit geleistet und ­seinem Dauerbrenner noch genügend Fahrkomfort mit auf den Weg gegeben.



Sehr gute Verzögerungswerte bietet die bissige Bremsanlage. In Verbindung mit dem neuen 9-Kanal ABS von Bosch stehen auch in kriti­schen Situationen ausreichend Sicherheitsreserven zur Verfügung. Und damit in keinem Fall die Bodenhaftung verloren geht, stattet Kawasaki die neue ER-6n serienmäßig mit dem hervorragenden Dunlop Sportmax RoadSmart II-Reifen aus. Die Preise hat Kawasaki Deutschland noch nicht kalkuliert, aber sollte es bei zirka 7.000 Euro bleiben, passt’s. 
 

Fazit ER-6n

Kawasaki hat mit der Weiterentwicklung Gutes noch besser gemacht. Die ER-6n ist ein technisch ausgereiftes, frech designtes Mittelklasse-Motorrad mit geringen Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Dank ihrer Qualitäten ist sie sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Motorradfahrer mit Hang zu gehobenen Fahrspaß geeignet.

Plus
  • Drehfreudiger, starker Motor
  • Sportlich-straffes, agiles Fahrwerk
  • Hervorragende Zwei-Kolben-Bremsen
  • Niedriger Verbrauch
  • Gut ablesbares Instrumenten-Display
Minus
  • Spitzer Kniewinkel bei großen Fahrern
  • Fehlende Ganganzeige
 

TECHNISCHE DATEN Kawasaki ER-6n

Bauart: Zweizylinder-Viertaktmotor, flüssigkeits-gekühlt, DOHC, 8 Ventile
Hubraum: 649 ccm
Bohrung x Hub: 83,0 x 60,0 mm
Verdichtung: 10,8 : 1
Leistung: 53 kW / 72,1 PS bei 8.500 U/min
Drehmoment: 64 Nm bei 7.000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Getriebe: 6-Gang
Rahmenart: Doppelrohr-Stahl-Perimeterrahmen
Sekundärtrieb: Dichtring-Kette
Radstand: 1.410 mm
Federung vorn: 41 mm Teleskopgabel, Federweg 125mm
Federung hinten: Doppelrohr-Zweiarmschwinge mit Monofederbein, Federweg 130 mm
Bremsen vorn: 300 mm Doppelscheibe, Zweikolben-Schwimmsättel, ABS
Bremsen hinten: 220 mm Einscheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel, ABS: 
Bereifung vorn: 120/70 ZR 17, Felgen 3,5 x 17
Bereifung vorn: 160/60 ZR 17, Felgen 4,5 x 17
Reifentyp: Dunlop Sportmax RoadSmart II
Sitzhöhe: 805 mm
Gewicht fahrfertig: 206 kg
Tank: 16 Liter
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Stand:23 August 2019 21:46:57/test+_und_+technik/motorr%C3%A4der/fahrbericht+kawasaki+er-6n+-+spass+fuer+alle_18118.html Warning: fopen(cache/5f810dfe276d388e142269af9a5fc5ab.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163