Honda CBF 1000 F – Testbericht

17.02.2010  |  Text: Heinz Christmann  |   Bilder: F. Ratering, Buenos Dias, Werk
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Honda CBF 1000 F – Testbericht
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Dem seit 2006 am Markt befindlichen Topseller 
CBF 1000 stellt Honda jetzt die sportivere Variante CBF 1000F zur Seite. Das angehängte „F“ steht nach Honda-Lesart diesmal 
ausnahmsweise nicht für „Four“, sondern für „Fun“
Hondas CBF-Modelle sind ein echtes Phänomen. Mit ihnen ist es wie mit der Bild-Zeitung oder dem Burger-Bräter McDonalds: Keiner mag sie angeblich, keiner kauft sie, und doch sind sie absolute Bestseller. Als vor sechs Jahren zunächst die Schwestern CBF 500 und CBF 600 kamen, wandten sich nicht wenige alte Wettergesichter unter den Bikern mit Kopfschütteln ab. Zu nichtssagend erschienen diese einfach gestrickten Motorräder, langweilig de­signt, zu weichgespült, krude lackiert, mit ABS sogar „zu sicher“. Damals 2004 hatte ABS noch einen Ruch von Memmenhaftigkeit an sich, und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wurde zumindest die vierzylindrige, im Preis sehr günstige CBF 600 ein überwältigender Verkaufserfolg.



Da war plötzlich ein Motorrad, vor dem niemand Angst zu haben brauchte. Mit dem unkaputtbaren Motor der legendären CBR 600F bestückt, wählten vor allem Wiedereinsteiger und Neulinge diesen souverän motorisierten Alleskönner. Von dem großen Erfolg ermutigt, schob Honda im Jahr 2006 die CBF 1000 nach. Sie war exakt nach dem ­gleichen Muster gestrickt, die beiden ungleichen Schwestern waren für Laien optisch sogar leicht verwechselbar, nur, dass in der Großen der gezähmte, auf Drehmoment getrimmte Motor der CBR 1000 Fireblade werkelte. 

Das Erfolgsrezept
Das Zauberwort bei allen CBF’s lautet Alltagstauglichkeit und Allroundqualitäten. Und genau diese benutzerfreundlichen Kriterien behielt man auch bei der neuesten Variante CBF 1000F im Auge. Im Grunde ist die neue „F“ eine CBF 1000, aber eben auf edel und sportlich gemacht. In Hondas Zweirad-Programm soll sie die Lücke zwischen der martialischen CB 1000R und der milden CBF 1000 schließen. Wie die deutlich aggressiver gestylte CB 1000R besitzt die neue „F“ einen Rückgrat-Rahmen aus Leichtmetallgussprofilen, der Motor ist hier mittragendes Element. Die kas­tenförmige Schwinge ist in zwei massiven Alu-Gussteilen gelagert. Räder­dimensionen und Bereifungsgrößen sind bei beiden CBF 1000ern identisch. Richtig gut tut die Tatsache, dass Honda Selbstbewusstsein beweist und den grassierenden Breitreifen-Schwachsinn am Heck unterlässt. Der 160er hinten reicht vollkommen aus und trägt sein Scherflein zum handlichen Fahrverhalten bei.



Auch hinsichtlich der Motorleistung blieben die Produktplaner auf dem Teppich. Doch anders als die schon bekannte, mit einem Stahlrohrchassis bestückte, 98 PS starke CBF 1000 können Kunden die neue Variante „F“ auf Wunsch auch mit 107 PS (79 kW) ­ordern. Wer günstiger versichern will, bekommt natürlich ohne Aufpreis auch eine 98 PS-Version geliefert. Und damit das alles auch wieder sicher zum Stehen kommt, gibt es eine ordentliche Doppelscheibenbremse vorne und eine Einscheibenbremse hinten, das Ganze mit ABS und einer Verbundbremse garniert. 

Das von Honda „Just-Fit“ getaufte Ergonomie-Paket ist im Fahrzeugpreis inbegriffen und beinhaltet eine manuell vierfach verstellbare Windschutzscheibe und einen in drei Höhen justierbaren Fahrersitz. Mit 780 Millimetern Sitzhöhe fängt’s an, das passt sogar für ­kleiner gewachsene Naturen. Die beiden anderen Schritte generieren Sitzhöhen von 795 und 810 Millimetern; da ist wirklich für jeden etwas dabei. 



Zielsetzung erreicht?
Wie fährt sich nun dieses Vernunfts­motorrad? Um dies zu beschreiben, kann man sich getrost oft gehörter Gemeinplätze bedienen: angenehm, ausgewogen, problemlos, super handlich... auf diese Honda treffen alle diese Beurteilungen zu. Hondas Zielsetzung war ein universell einsetzbares Multitalent – und dieses Ziel haben die Entwickler zu hundert Prozent erreicht. Zwar kamen dem Autor dieser Zeilen sowohl der Motor wie auch die Abstimmung der Bremsen etwas sehr handzahm ausgelegt vor, aber genau das soll bei einem solchen Fahrzeugkonzept ja auch so sein. Niemand soll sich überfordert fühlen, egal wie viel oder wie wenig Fahrerfahrung oder Fahrzeugbeherrschung er auf zwei Rädern hat.  

Fazit Honda CBF 1000 F

Die CBF 1000F hat wirklich das Zeug dazu, „everybody’s darling“ zu sein. Unkompliziert, überragend handlich, ergonomisch anpassbar und mit überaus prak­tischen Features garniert, bietet sie sehr viel Motorrad fürs Geld. Große Emotio­nen ringt das Bike einem nicht ab, aber dass man mit ihr vorgestern noch auf der Rennstrecke ein paar beherzte Runden drehen konnte, heute auf der Hausstrecke schon eine Menge Spaß hatte und morgen schon mit Packtaschen, Topcase und bester Sozia von allen in Richtung Korsika abdampfen kann, genau das ist gelebte und lebbare Universalität auf zwei Rädern – zu einem sehr reellen Preis.   
 



Technische Daten Honda CBF 1000 F

Kaufpreis: 10.890 Euro zzgl. NK
Motor: Vierzylinder-Viertakt Reihenmotor, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 998 ccm
Bohrung x Hub: 75 x 56,5 mm
Verdichtung: 11,2 : 1
Ventiltrieb: 4 Ventile/Zylinder, DOHC
Gemischaufbereitung: PGM-FI Einspritzung
Kupplung: Mehrscheiben-Ölbad
Leistung: 107 PS bei 9.000/min
max. Drehmoment: 96 Nm bei 6.500/min
Getriebe: 6-Gang
Sekundärtrieb: Kette
Länge: 2.210 mm
Radstand: 1.495 mm
Sitzhöhe: 795 mm (+/- 15 mm)
Lenkkopfwinkel: 64 Grad
Nachlauf: 110 mm
Gewicht vollgetankt: 221 kg
Tank: 20 Liter
Vorderradaufhängung: 41 mm Telegabel
Hinterradaufhängung: Pro-Link-Schwinge Zentralfederbein 
Bremsen vorn: 2 x 296 mm Scheiben, Zweikolbenzangen, Combined ABS
Bremsen hinten: 240 mm-Scheibe, Einkolbenzange
Vorderrad: 3.5  x 17”
Hinterrad: 5.00 x 17”
Vorderreifen: 120/70 ZR 17
Hinterreifen: 160/60 ZR 17 
Farben: Schwarz, Silber, Weiß
www.honda.de   
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Stand:18 February 2020 17:10:20/test+_und_+technik/motorr%C3%A4der/honda+cbf+1000+f+-+testbericht_18201.html Warning: fopen(cache/529d94ad2b377dac6ba252c6455acd77.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163