Sportster Custom, Scout Bobber und Speedmaster – Einsteigercruiser im Vergleich

08.08.2018  |  Text: Matthias Hirsch  |   Bilder: Christian Heim
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Sportster Custom, Scout Bobber und Speedmaster – Einsteigercruiser im Vergleich
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Sie sind die „Kleinen“ im Programm, stehen ein wenig im Schatten der großen Geschwister. Aber Harley-Davidson Sportster Custom, Indian Scout und Triumph Speedmaster sind erwachsene und schwere Bikes, daher haben wir die sogenannten Einsteiger mal genauer unter die Lupe genommen.
Immerhin 1200 Kubik hat so eine Sportster von Harley-Davidson, 67 Pferde sind auch nicht ohne und doch ist es so eine Sache mit der Sporty. Bestenfalls die Hausfrauen-Harley, denn Papi sitzt auf der mit dem dicken Motor – für Mutti reicht die ja die Kleine. Schlimmstenfalls der übliche Spruch: „Hat wohl für eine Große nicht gereicht“. Die Scout Bobber trägt ein ähnliches Schicksal, viel kleiner und günstiger als der Rest des Indianerstamms, aber sie hat mehr Leistung. Auch die Speedmaster von Triumph kann in das gleiche Horn stoßen. Gegen die 1700er kann sie nicht wirklich anstinken und die Bobber ist einfach das geilere Paket.

Und doch haben die drei Probanden einiges zu bieten. Weniger Gewicht, genug Leistung und dazu noch sehr niedrige Sitzplätze. Für alle Menschen mit kurzen Gliedmaßen unterhalb des Gürtels kann ich die Testkandidaten nur wärmstens empfehlen. Und wer sich nicht dazu berufen fühlt, als Valentino Rossi für Arme durch die Gegend sporteln zu müssen, sollte sich einen Test gleich zweimal überlegen. 

„Aber für lange Touren ist das ja nix. Und Gepäck kriegt man auch keines unter“. Nun, da heutzutage Tourer mit Koffer und Topcase oft auf dem Hänger oder im Bus in die Alpen gekutscht werden, ein kleiner Tipp von mir: Klappt mit den dreien auch. Und der Zubehörhandel bietet mittlerweile auch schicke Möglichkeiten ein paar Dinge darauf unterzubringen. Für die Tagestour und das dazu notwendige Gepäck reicht es allemal.

Harley-Davidson Sportster Custom – Die mit dem Schluckauf

Ich gebe es zu. Eigentlich wollten wir für den Test eine Forty-Eight. Die sieht cooler aus und verkauft sich auch viel besser – dummerweise konnte uns Harley zum Testzeitpunkt keine zur Verfügung stellen. Also wurde es eine Sportster Custom, grundsätzlich die alltagstauglichere Wahl, da weniger cool, was hier näher am Fahrer positionierte Fußrasten und einen größeren Tank bedeutet. Los geht es bei 12.275 Euro, unsere zweifarbige Testmaschine kostet 12.575 Euro. Modernste Technik sollte man nicht unbedingt erwarten, aber die Sporty kann mit einigen Details doch glänzen. 



Da ist zum Beispiel das schlüssellose Zündsystem mit integrierter Alarmanlage. Den Fob getauften Sender einfach in der Hosentasche lassen, das Motorrad erkennt diesen und lässt sich starten. Ist der Fob nicht in der Nähe, wird es schnell ungemütlich. Denn die Alarmanlage reagiert sehr empfindlich und geht bei der kleinsten Bewegung los. Was Harley-Davidson schon seit Jahren perfekt beherrscht: die automatische Blinkerrückstellung. Neben dem ABS war es das aber auch im Wesentlichen.

Optisch fällt die Sportster Custom in diesem Vergleich etwas zurück. Zwar ist sie gut verarbeitet und trägt allerlei Chrom zur Schau, dennoch wirkt sie etwas altbacken. Die dicke Sitzbank passt nicht wirklich zur flachen Linie, den Soziusplatz kann man sich ohnehin sparen. Instrumente und Bedienung geben keine Rätsel auf, es gibt ja im Grunde auch wenig zu bedienen. Durch die recht mittig platzierten Fußrasten sitzt man ein wenig in Froschhaltung, was nicht unbequem ist. Der Lenker ist recht hoch und nahe am Fahrer platziert, es sitzt sich betont aufrecht auf dem gut gepolsterten Fahrersitz.

Per Knopfdruck erwacht der luftgekühlte V2 und rüttelt beim Startvorgang kräftig an seiner Aufhängung. Danach zeigt er sich jedoch sehr zahm, lästige Vibrationen sind ihm fremd. 1202 Kubik reichen für 68 amerikanische Mustangs die den vollen Galopp bei 6000 Umdrehungen entfalten. Für das maximale Drehmoment von 96 Nm sind gerade einmal 3500 Umdrehungen notwendig. Entsprechend kräftig geht die Sportster zur Sache, zieht beim Sprint gut ab und zeigt der Blechlawine das Hinterteil. Unter Last kann das Triebwerk überzeugen, ansonsten eher weniger. Die Abstimmung zwischen Motor, Einspritzung und Übersetzung ist nicht wirklich gelungen, Konstantfahrten geraten zum Geduldsspiel. 



Will man mit 50 durch die Ortschaft rollen, ruckelt die Fuhre im dritten Gang. Nimmt man den zweiten, hat man das Gefühl mit viel Drehzahl unterwegs zu sein. Na dann sollte doch bei der Kubikzahl und dem Drehmoment der Durchzug passen! Nun im großen Gang den Highway entlangrollen, sollte ja wohl drin sein. Eher nicht, denn der Schluckauf bleibt bestehen. Die Sportster Custom braucht Drehzahl, um gefällig durch die Lande zu gleiten. Und wenn wir schon meckern: Der Sound ist dürftig, klingt eher nach altem VW-Käfer als mächtigem V2.

Ich kann gleich eines vorwegnehmen: Das Fahrverhalten reißt es auch nicht mehr raus. Zwar lenkt die Sportster einfach ein und zeigt ein gewisses Maß an Dämpfung, aber mit 54 Millimeter Federweg am Hinterrad sind die Möglichkeiten doch arg eingeschränkt. Zu allem Überfluss hat sie die geringste Schräglagenfreiheit im Vergleich und kratzt gefühlt schon bei Gedanken an eine Kurve. 

Indian Scout Bobber – Flacheisen mit Leistung

Die Scout Bobber ist einfach schick, trotz Wasserkühlung. Sie versucht erst gar nicht die großen Schwestern mit ihren barocken Formen zu kopieren, sondern hat ihre ganz eigene Linie. Die ist ultraflach und gestreckt. Die Fußrasten sind weit vorn angebracht, der Lenker verlangt ebenfalls nach einigem Entgegenkommen. Fühlt sich cool an, sieht cool aus und ist auf Dauer im Optimalfall gewöhnungsbedürftig, für so manchen auf längerer Strecke schlicht unbequem. Auf jeden Fall ist man tief untergebracht, sehr tief sogar. Gerade einmal 649 Millimeter sitzt der Fahrer über dem Asphalt, da ist die Sportster mit 725 ja schon fast hochbeinig. Die Triumph Speedmaster reiht sich mit 705 Millimetern dazwischen ein.



Ansonsten ist, ähnlich wie bei der Harley, Purismus angesagt, technische Gimmicks sucht man vergeblich. Hier geht es um die Show, das ist am gekürzten Heckfender ebenso ersichtlich wie an dem fast komplett in Schwarz gehaltenen Layout. So cool das Heck auch ist, der Kennzeichenhalter ist fast peinlich hässlich. Natürlich kann man das optional schöner bekommen, wir begnügen uns mit dem Serienzustand. Das einsame Instrument an der Gabel ist gut ablesbar, zeigt aber auch wenig Info. Ab 120 Sachen ist der Tacho derart klein skaliert, dass es ein Ratespiel ist, ob man jetzt 130 oder 140 draufhat. Bleibt der Preis, und der ist mit 13.990 Euro recht happig.

Der flüssigkeitsgekühlte V2 hat 1131 Kubik und leistet stolze 95 PS – für einen Cruiser dieser Klasse ein absoluter Spitzenwert. Das Drehmoment ist mit 97 Nm ebenfalls nicht zu verachten, allerdings braucht es 5600 Umdrehungen bis dahin. Und so ist die Scout kein Drehmomentbulle. Zwar nimmt sie im Keller sauber Gas an, braucht aber etwas Drehzahl, um so richtig nach vorn zu gehen. Dafür haut sie oben raus noch mal richtig einen raus, da ist die Konkurrenz schon längst außer Atem. Ob man das so braucht, ist letztendlich eine Frage des Geschmacks, grundsätzlich hat die Indian allerdings die größte Power. Der Sound ist dabei durchaus in Ordnung, sanft, aber gut vernehmbar bollert es aus den langen Endrohren. 



Das, was flach sein will, darf natürlich nicht hoch über der Straße stehen. Und zaubern können auch die Kollegen von Indian nicht. Um das Heck so schön tief zu halten, hat man den Federweg so knapp wie möglich bemessen. Ganze 50 Millimeter stehen am Heck zur Verfügung. Da geht – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht viel. Zwar hat die Scout Bobber etwas mehr Schräglagenfreiheit als die Harley, spätestens bei unebener Fahrbahn gilt auch für sie: Gas runter. Die Gabel arbeitet grundsätzlich besser, kann das taumelnde Heck bei Wellengang aber auch nicht retten. Also besser locker durch die Gegend cruisen, gerne zügig, aber nie sportlich.

Triumph Speedmaster – Die (fast) goldene Mitte

Richtig, Triumph hatte schon einmal eine Speedmaster im Programm. Die war allerdings ein etwas unglücklicher Versuch, aus der damaligen Classic-Baureihe einen US-tauglichen Cruiser zu zaubern – hatte in etwa den Charme der japanischen Softchopper aus den 80ern. Die neue Speedmaster hat damit glücklicherweise nix am Hut. Im Gegenteil, sie basiert auf der echt coolen (und sehr erfolgreichen) Triumph Bobber Black, ist dabei jedoch alltagstauglicher. Quasi die brave Schwester der aufmüpfigen Bobber. Was für den Kunden kein Nachteil ist, denn der Preis der beiden ist identisch: 13.750 Euro verlangt Triumph für eine Speedmaster – oder eine Bobber Black.

Auf den ersten Blick kein Sonderangebot, etwas weniger als die Indian und spürbar mehr als die Harley. Allerdings hat die Britin einiges mehr zu bieten als die beiden Amis. An der Vorderradgabel sind beispielsweise zwei Bremsscheiben montiert, bei 245 Kilo Gewicht keine schlechte Idee. Die Scout Bobber kommt auf 255, die Sportster Custom sogar auf 268 Kilo und beide bremsen mit nur einer Scheibe an der Front. Dazu kommen noch eine abschaltbare Traktionskontrolle, verschiedene Fahrmodi, Tagfahrlicht und ein Tempomat – in dieser Klasse quasi volle Hütte!



Bedienung und Instrumente sind wie bei der Konkurrenz übersichtlich und einfach, die Triumph hat halt den ein oder anderen Schalter mehr. Das Zentralinstrument ist deutlich größer und lässt sich entsprechend gut ablesen, wirkt aber dadurch weniger schick. Fahrer- und Beifahrersitz sind getrennte Einheiten, mit wenigen Handgriffen kann man die Speedmaster zum schicken Einsitzer verwandeln. Der dann überflüssige Handgriff ist ebenfalls schnell abgeschraubt. Das Fahrerkissen ist durchaus anschmiegsam, für längere Strecken könnte die Polsterung etwas üppiger und straffer ausfallen. 

Wirklich gewöhnungsbedürftig ist der breite Lenker mit seiner starken Kröpfung zum Fahrer hin. Das Griffgefühl kommt einer Schubkarre näher als einem lieb ist, einer unserer Testfahrer kam überhaupt nicht damit klar. Die Sitzposition ist grundsätzlich sehr bequem, das Griffgefühl und die Stellung der Handgelenke passen aber nicht wirklich. Hier ist tatsächlich der Weg zum Zubehör ratsam, Auswahl gibt es ja genug. Der Rest ist von vorn bis hinten spitze.

Beginnen wir mit dem Motor. Der Reihentwin macht mit über 270 Grad Hubzapfenversatz technisch einen auf V2, was hervorragend gelingt. Er hängt sehr gut am Gas und hat eine sehr gelungene Geräuschkulisse, sowohl im Ansaugbereich als auch aus den Endtöpfen. Leistungsmäßig liegt die Speedmaster einmal mehr in der Mitte. Exakt 1200 Kubik sorgen für muntere 77 PS, das Drehmoment von 106 Nm steht bei 4000 Umdrehungen zur Verfügung. Ganz tiefe Drehzahlen im großen Gang mag der Twin nicht, grundsätzlich schiebt er ab 2000 mächtig an und begleitet dies akustisch wirklich gelungen.



Entsprechend fühlt man sich auf der Speedmaster vom ersten Meter an wohl. Sie ist nicht nur die leichteste im Vergleich, sie vermittelt dies auch. Das Fahrwerk ist etwas besser abgestimmt als bei den Konkurrenten und mit dem flotten Motor geht es flink Richtung kurvigem Geläuf. Hier kommt die merkwürdige Lenkstange dann wieder ins Spiel, denn die macht einem das Einlenken nicht wirklich leicht. Aber spätestens die früh aufsetzenden Fußrasten bremsen den Vorwärtsdrang gehörig ein. 
 
Fazit Speedmaster
Die Triumph Speedmaster hat einen kraftvollen Antrieb mit hervorragender Soundkulisse, dazu ist sie für ein Motorrad dieser Gattung hervorragend ausgestattet – was den recht hohen Preis wieder relativiert. Lediglich der merkwürdig gekröpfte Lenker stört das Gesamtbild. Cruiserbedingt haben die sportlichen Talente enge Grenzen, aber hier hat Triumph im klassischen Bereich ja genug Alternativen. Die Speedmaster ist die beste Empfehlung als Cuisereinstieg und bietet hohe Alltagstauglichkeit.

Fazit Scout Bobber
Die Indian Scout Bobber ist ganz klar die coole Socke in diesem Vergleich. Lässige Sitzposition, cooler Sound – das gefällt und überträgt sich auch auf den Fahrer. Verlangt im Alltag aber auch einige Abstriche. Und kostet (wie immer) Geld – die Scout Bobber ist die teuerste im Vergleich. Auf der Haben-Seite: Der kräftigste Antrieb unserer drei Testmaschinen, mit viel Leistung auch im oberen Drehzahlbereich. Die inneramerikanische Wertung geht ganz klar an die Indian.

Fazit Sportster Custom
Ohne die Sportster-Reihe von Harley-Davidson gäbe es wohl beide Konkurrenten nicht. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Harley bei der Sportster kräftig nachlegen muss. Von der guten Verarbeitung abgesehen, kann die Sportster Custom nicht wirklich überzeugen. Der Antrieb ist zwar kraftvoll, die Abstimmung passt  aber nicht. Man muss sich zwischen hoher Drehzahl im kleinen Gang oder Ruckeln im großen entscheiden. Ob der Mythos der Marke auf Dauer reicht, die Konkurrenz auf Abstand zu halten, darf bezweifelt werden.
 

TECHNISCHE DATEN Harley-Davidson Sportster Custom

Basispreis: 12.275 €
Motor: Luftgekühlter Zweizylinder-V-Motor
Hubraum: 1202 ccm
Leistung: 68 PS (50 kW) bei 6000/min
max. Drehmoment: 96 Nm bei 3500/min
Bohrung x Hub: 88,9 x 96,8 mm
Verdichtung: 10 : 1
Gemischaufbereitung: elektronische Einspritzung
Kupplung: Mehrscheiben Ölbad
Anzahl Gänge: 5
Endantrieb: Zahnriemen
Rahmen: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen
Federung vorn: Telegabel 39 mm
Federweg vorn: 105 mm
Federung hinten: Zwei Federbeine
Federweg hinten: 54 mm
Reifen vorn: 130/90 B16
Reifen hinten: 150/80 B16
Bremse vorne: Scheibe gelocht 300 mm, Zweikolben-Schwimmsattel
Bremse hinten: Scheibe gelocht 260 mm, Zweikolben-Festsattel
Länge: 2225 mm
Breite: 840 mm
Höhe: 1150 mm
Sitzhöhe 725 mm
Radstand: 1530 mm
Lenkkopfwinkel: 30 Grad
Nachlauf: 107 mm
Leergewicht: 268 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 454 kg
Tankinhalt: 17 Liter
 

TECHNISCHE DATEN Indian Scout Bobber

Basispreis: 13.990 €
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-V-Motor
Hubraum: 1131 ccm
Leistung: 95 PS (70 kW)
max. Drehmoment: 97 Nm bei 5600/min
Bohrung x Hub: 99 x 73,6 mm
Verdichtung: 10,7 : 1
Gemischaufbereitung: elektronische Einspritzung
Kupplung: Mehrscheiben Ölbad
Anzahl Gänge: 6
Endantrieb: Zahnriemen
Federung vorn: Telegabel
Federweg vorn: 120 mm
Federung hinten: Zwei Federbeine
Federweg hinten: 50 mm
Reifen vorn: 130/90 16
Reifen hinten: 150/80 16
Bremse vorne: Scheibe 298 mm, Zweikolben-Bremssattel
Bremse hinten: Scheibe 298 mm, Einkolben-Bremssattel
Länge: 2276 mm
Breite: 926 mm
Höhe: 1154 mm
Sitzhöhe 649 mm
Radstand: 1562 mm
Lenkkopfwinkel: 29 Grad
Nachlauf: 119,9 mm
Leergewicht: 255 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 449 kg
Tankinhalt: 12,5 Liter
 

TECHNISCHE DATEN Triumph Speedmaster

Basispreis: 13.750 €
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder-Reihenmotor
Hubraum: 1200 ccm
Leistung: 77 PS (57 kW) bei 6100/min
max. Drehmoment: 106 Nm bei 4000/min
Bohrung x Hub: 97,6 x 80 mm
Verdichtung: 10 : 1
Gemischaufbereitung: elektronische Einspritzung
Kupplung: Mehrscheiben Ölbad
Anzahl Gänge: 6
Endantrieb: Kette
Rahmen: Stahlrohr-Schleifenrahmen
Federung vorn: Telegabel 41 mm
Federweg vorn: 90 mm mm
Federung hinten: Federbein
Federweg hinten: 73,3 mm
Reifen vorn: 130/90 B16
Reifen hinten: 150/80 R16
Bremse vorne: Doppelscheibe 310 mm, Zweikolben-Schwimmsattel
Bremse hinten: Scheibe 255 mm, Zweikolben-Schwimmsattel
Höhe: 1040 mm
Sitzhöhe 705 mm
Radstand: 1510 mm
Lenkkopfwinkel: 25,3 Grad
Nachlauf: 91,4 mm
Trockengewicht: 245,5 kg
Tankinhalt: 12 Liter
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Stand:14 November 2018 12:40:39/test+_und_+technik/motorr%C3%A4der/sportster+custom+scout+bobber+und+speedmaster+-+einsteigercruiser+im+vergleich_18807.html