Fahrbericht Kawasaki Z1000SX – Unbeschwerter Genuss

08.12.2010  |  Text: Anton Sacher  |   Bilder: Kawasaki
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Fahrbericht Kawasaki Z1000SX – Unbeschwerter Genuss
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Zusätzlich zur Z1000 bringt Kawasaki die Variante SX. Mit Vollverkleidung und optionalem Koffersystem bereichert sie ab Januar 2011 das Sporttourer-Segment. In der andalusischen Herbstsonne konnten wir bereits erste Eindrücke sammeln.
Für das Modelljahr 2010 kam die Neuauflage des beliebten Naked Bikes Z1000 auf den Markt. Sie wurde von Grund auf neu entwickelt, glänzt mit sehr gutem Fahrverhalten und potentem Motor. Für 2011 stellt Kawasaki diesem Modell die Variante SX zur Seite. Ohne Abstriche an den vorhandenen guten Eigenschaften vorzunehmen, wurde sie auf mehr Komfort ausgelegt und besitzt nun Sporttourer-Qualitäten. Da die ZRX nicht mehr im Programm ist, schließt jetzt die Z1000SX die Lücke zwischen der „kleinen“ Versys und der mächtigen 1400GTR. Ein konsequenter Schritt, denn, abgesehen von einigen Cruisern, sind das die einzigen rundum reisetauglichen Modelle im Kawa-Programm.

Um die Allround- und Tourentauglichkeit zu erhöhen, bekam die Tausender eine schnittige Vollverkleidung. Sie bietet guten Schutz und hält die heiße Motorluft von den Beinen des Fahrers fern. Die Neigung des Windschilds kann manuell und ohne Werkzeug in drei verschiedenen Positionen arretiert werden. Dazu muss mit der einen Hand der Entriegelungsknopf unterhalb des Cockpits gedrückt werden, mit der anderen bringt man die Scheibe in die gewünschte Stellung. Dies ist nur im Stand und nicht während der Fahrt möglich.

Markanter Kawa-Look: Die Vollverkleidung schützt gut vor Wind und Wetter, das Windschild ist dreifach einstellbar, die Blinker sind in Gummi gelagert.

Im Gegensatz zur Z1000 fasst der Tank der SX 19 anstatt 15 Liter Treibstoff. Er ist oben breiter und etwas länger. Das Zündschloss wanderte deshalb ganz nach vorn auf die Gabelbrücke. Das Cockpit ist dem der ZX-6R Ninja recht ähnlich und zeigt analog mit einem großen Rundinstrument die Drehzahl an, das LCD-Display gibt Auskunft über die Geschwindigkeit, den Benzinstand, die Uhrzeit, die Gesamt- sowie die ­Tageskilometer (Trip 1 und 2).

Platz nehmen
Bereits im Stand vermittelt die SX ein angenehmes Gefühl. Die relativ schmale Konstruktion erlaubt sicheren Bodenkontakt und einen guten Knieschluss. Die Sitzposition ist mit der auf der Z1000 nahezu identisch. Sie fällt ein klein wenig niedriger aus, und der Lenker ist um zehn Millimeter schmäler; das passt alles ergonomisch recht gut. Der Sitz ist dick gepolstert, die Körperhaltung nur leicht nach vorne geneigt, ziemlich entspannt und komfortabel.

Schon auf den ersten Kilometern wird der anfängliche Eindruck bestätigt. Leichtfüßig wedeln wir durch die Innenstadt von Marbella, gewinnen auf der Schnellstraße zügig Abstand vom Verkehr, um dann das einsame, kurvige Hinterland in Angriff zu nehmen. Die SX erfordert keinerlei Eingewöhnungszeit, auf Anhieb gelingt ein flüssiger Fahrstil. Mühelos und souverän geht es durch alle Arten von Kurven, das Handling ist wirklich hervorragend. Egal ob sportlich angasen, bremsen, umlegen oder harmonischer mit Motorbremse und Schaltarbeit – beides ist mit der SX möglich und macht richtig Laune. 

Spielerisch: Die Z1000SX geht willig um die Kurven.

Der Motor bringt über das gesamte Drehzahlband bärenstarke Leistung, die wohl dosiert eingesetzt werden kann. Keine Löcher oder überraschende Leistungsexplosionen ärgern oder überfordern den Fahrer. Eine Sekundär-Ausgleichswelle hält übermäßige Vibratio­nen in Zaum, ein gewisses Maß ist jedoch vorhanden und von den Konstrukteuren so gewollt. Ab dem mitt­leren Drehzahlbereich sind sie deutlich zu spüren, werden aber keinesfalls als unangenehm empfunden. Im Gegenteil, das ohnehin tolle Gefühl der Beschleunigung bekommt dadurch noch mal eine andere Qualität. 

Die vorderen Bremsen funktionieren hervorragend und sind gut kontrollierbar, die hintere erfordert etwas Nachdruck. Für den Erstkontakt standen uns nur Modelle ohne ABS zur Verfügung, in Deutschland wird der sympathische Sporttourer ausschließlich mit ABS erhältlich sein. 

Fit für die Reise
Dass man mit der SX den ganzen Tag lang entspannt fahren kann und die ­Verkleidung gut schützt, können wir ­bestätigen. Dass dies auch für mehrere Tage am Stück zutrifft, liegt nahe. Zur Reisetauglichkeit gehören aber auch die Gepäckunterbringung und die Soziustauglichkeit. Diese konnten wir zwar noch nicht testen, der längere und ­dickere Soziussitz ist jedoch ein positiver Hinweis darauf. Das Staufach darunter fällt doppelt so groß aus wie bei der Z1000. Solofahrer können leicht eine Gepäckrolle an den Soziushaltegriffen befestigen, auf den Tank passt ein großer Magnettankrucksack. 



Im Kawasaki-Zubehörprogramm gibt es ein Givi-Koffer-Set. Es ist dasselbe wie für die Versys. Auch bei der SX muss man sich entscheiden, ob man lieber ­Seitenkoffer oder ein Topcase haben möchte, denn beides zusammen ist nicht möglich. Für die 35 Liter fassenden Seitenkoffer und das 39-Liter-Topcase gibt es farblich unterschiedliche Abdeckun­gen und die entsprechenden Halterun­gen. Da diese jedoch nicht mit dem Fahrzeug, sondern separat entwickelt wurden, wird unnötig Platz verschenkt, was die Gesamtbreite vergrößert.

Beim Modell Z1000SX Tourer sind die Seitenkoffer bereits inbegriffen. Des weite­ren gibt es Sturzpads, eine Soziusab­deckung, Heizgriffe, und einen Steinschlagschutz für die Vorderradgabel im Originalzubehör. Der Preis für die Kawasaki Z1000SX steht noch nicht hundertprozentig fest, wird aber aller Voraussicht nach 1.000 Euro höher liegen als der der Z1000, also ca. 12.595 Euro.  

Fazit
Die Kawasaki Z1000SX ist rundum gelungen und eine echte Bereicherung im Sporttourer-Segment.
 
Farbvariante: Die Kawasaki Z1000SX gibt es auch ganz in schwarz

Technische Daten Kawasaki Z1000SX

Bauart: Vierzylinder-Reihenmotor, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum: 1.043 ccm
Bohrung x Hub: 77 x 56 mm
Gemischaufbereitung: Elektronische Benzineinspritzung
Kupplung: Mehrscheibenkupplung im Ölbad 
Leistung: 101,5 kW (138 PS) bei 9.600 U/min
Drehmoment: 110 Nm bei 7.800 U/min
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Radstand: 1.445 mm
Lenkkopfwinkel: 24,5°
Nachlauf: 102 mm
Federung vorne: Upside-Down-Gabel 41 mm
Federung hinten: horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein
Bremsen vorne: 2 x 300 mm Bremsscheiben, 4-Kolben-Festsättel, ABS
Bremsen hinten: 1 x 250 mm Bremsscheibe, Einkolben-Schwimmsattel
Vorderrad: 3,5 x 17 Zoll
Hinterrad: 6,0 x 17 Zoll
Vorderreifen: 120/70 ZR 17  
Hinterreifen: 190/50 ZR 17 
Sitzhöhe: 822 mm
Leergewicht: 231 kg
Zul. Gesamtgewicht: 426 kg
Tank: 19 Liter
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Stand:31 March 2020 12:40:00/test+_und_+technik/motorr%C3%A4der/unbeschwerter+genuss_175.html Warning: fopen(cache/a4b6c85ef0108d62abe6876387ed0e2b.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163